Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure gehört zu den Glycosaminoglykanen und ist ein wichtiger Bestandteil der Grundsubstanz des Körpers. In Gelenkflüssigkeit und in der Flüssigkeit des Glaskörpers des Auges ist Hyaluronsäure ebenfalls zu finden.

Hyaluronsäure ist in der Lage Wasser zu binden. Dieser Effekt ist für die Faltenunterspritzung sehr wichtig.
Bei der Faltenunterspritzung kann eine örtliche Betäubung in dem entsprechenden Bereich (Nervenblockade) gemacht werden. Die neue HS-Fillergeneration hat allerdings meist ein lokales Betäubungsmittel als Wirkstoff, so dass lediglich das Auftragen einer speziellen Anästhesiecreme ausreicht.. Die einzelnen Falten werden mit Hyaluronsäure direkt unterspritzt, so dass man den Effekt der Auffüllung sofort während der Faltenbehandlung sieht.

Gerade die Nasolabialfalte und Marionettenfalten sowie feine Knitterfalten im Mundbereich können mit einem Hyaluronsäure-Produkt verbessert werden. Je nachdem wie tief bzw. oberflächlich die Falte ist, verwendet man ein Hyaluronsäure mit größeren bzw. kleineren Molekülen.

Selbstverständlich kann man auch das Lippenvolumen und die Lippenform mit einem speziellen Hyaluronsäurepräparat modelieren.

Für Augenringe und Falten auf den Händen oder im Dekolletebereich steht eine unvernetzte Hyaluronsäure zur Verfügung, die in 3-4 Sitzungen sehr oberflächlich, punktuell gespritzt wird und somit die Hautqualität deutlich verbessert und Falten mindert.

Die Industrie hat in den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht und uns stehen mittlerweile so gute Präparate zur Verfügung, dass man auch fortgeschrittene Alterungsprozesse des Gesichtes wie Hängebäckchen ect. korrigieren kann.

Diese Techniken werden als „Liquid Facelift“ in der Presse angepriesen. Hintergrund ist, dass man durch tiefe Applikation der Hyaluronsäure dem „Sacking“ (Heruntersanken) der Haut entgegenwirkt und dem Gesicht Volumen an der richtigen Stelle wiedergibt.

Frau Dr.Seidenstücker nimmt seit Jahren an Masterclass Kursen im Bereich der Faltentherapie teil und ist somit mit den neuesten Techniken und Produkten sehr vertraut.

Zum Teil führt Frau Dr.Seidenstücker die Faltenunterspritzung mit stumpfen Kanülen durch. Dies hat den Vorteil, dass Blutergüsse viel seltener entstehen und die Unterspritzung auch kaum schmerzhaft ist. Zudem ist sie sicherer, da man mit einer stumpfen Kanüle wichtige Arterien, Venen und Nerven fast nicht mehr verletzen kann.

Mögliche Nebenwirkungen

Nach der Behandlung können vorrübergehende Rötung und Schwellung auftreten. Kühlen führt zu einer Besserung. Ebenso können Blutergüsse sich bilden. Die Hyaluronsäure kann man als Implantat auffassen und somit ist es möglich, dass Sie tastbar ist.

Komplikationen treten äußerst selten auf. Allergischen Reaktionen sind bei der heute gentechnologisch hergestellten Hyaluronsäure kaum beschrieben.

Wie bei jeder Injektion kann es zur Infektion kommen. Deshalb ist auch bei der Unterspritzung mit Hyaluronsäure die übliche Sterilität zu wahren.

In letzter Zeit gab es in der Presse Schauergeschichten über Verletzung von wichtigen Arterien bei der Faltenunterspritzung, die Hautnekrosen und sogar Erblindung zur Folge hatten. Umso wichtiger ist es, dass Ihr behandelnder Arzt gute anatomische Kenntnisse im Gesichtsbereich hat und die verschiedenen Techniken sicher beherrscht.

Wirkungsdauer

Da Hyaluronsäure ein natürlicher, abbaubarer Bestandteil des Körpers ist, wird er mit der Zeit (generell ca 6 – 12 Monate) abgebaut.